Biografie
Nach dem Gewinn von drei Preisen beim letzten OPM Internationalen Violoncello-Wettbewerb in Marokko (April 2026) sowie der Auswahl für das Solistenprogramm der Verbier Festival Academy 2025 gilt Luis Aracama als einer der herausragendsten Cellisten seiner Generation.
Er wurde 2005 in Ponferrada (Spanien) geboren und studiert seit 2018 auf dem Aline Foriel-Destezet Cello-Lehrstuhlan der Hochschule für Musik Reina Sofía bei Professor Ivan Monighetti. Er erhielt Stipendien vom Ayuntamiento de Madrid, der Fundación Albéniz sowie der AIE Society. Ihre Majestät Königin Sofía überreichte ihm im Studienjahr 2021–2022 das Diplom als bester Student seiner Klasse.
Seine musikalische Ausbildung begann er im Alter von sieben Jahren am Konservatorium von Ponferrada bei Laura Núñez und setzte sie später bei María Casado und Michal Dmochowski fort.
Er nahm an Kursen und Meisterklassen u. a. bei Wolfgang Emanuel Schmidt, Frans Helmerson, Sol Gabetta, Jan Vogler, Nicolas Altstaedt, Márta Gulyás, Heime Müller, Gautier Capuçon, Torleif Thedéen, Gábor Takács-Nagy, Ilya Gringolts, Alexander Lonquich, Emil Rovner, Enrico Dindo, Ralf Gothóni, Alban Gerhardt, Kian Soltani, Pablo Ferrández, Isabel Charisius (Alban Berg Quartett), Asier Polo und Miklós Perényi teil. Seit 2019 ist er Stipendiat der Liechtenstein Music Academy.
Er gewann den ersten Preis beim Justus-Dotzauer-Internationalen Cellowettbewerb (inklusive Sonderpreis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik), den ersten Preis beim Jaime-Dobato-Benavente-Wettbewerb sowie den ersten Preis beim Antonio-Janigro-Wettbewerb (Porec, Kroatien), wo er zudem den Sonderpreis der Zagreber Solisten erhielt. Beim OPM Internationalen Cellowettbewerb in Marokko gewann er den zweiten Preis sowie den Publikumspreis und den Orchesterpreis. Außerdem erhielt er den zweiten Preis beim David-Popper-Internationalen Cellowettbewerb.
Er musizierte mit Künstlern wie I. Monighetti, J. Vogler, C. Poppen, M. Gulyás, Eva Gevorgyan, Francisco Lourenço und A. Pilsan. Er trat bei Festivals wie dem Solberg Festival (auf Einladung von Sol Gabetta) auf und konzertierte europaweit als Solist sowie mit Orchestern.
Als Solist spielte er mit dem Savaria Symphony Orchestra, dem Budafok Symphony Orchestra, dem Philharmonischen Orchester Marokko, dem Freixenet Symphony Orchestra, der Ponferrada Classical Camerata, den Zagreber Solisten sowie dem Kammerorchester des Konservatoriums Cristóbal Halffter unter Dirigenten wie Olivier Holt, Dina Besaid, Jordi Francés, Kornel Thomas, Daniel Bombín und Jorge Montes. Kürzlich veröffentlichte er seine erste CD, auf der er Vivaldis Doppelkonzert gemeinsam mit Laura Núñez und der Camerata Clásica de Ponferrada interpretiert. 2022 trat er als Solist in der „Discoveries“-Reihe im Müpa Budapest auf.
Er wurde als aktiver Teilnehmer u. a. zur Verbier Academy, zur Gstaad Music Academy, zu Meisterkursen der Kronberg Academy, zum Santander Music and Academy Meeting, zum Moritzburg Festival sowie zu den Neuhardenberg-Meisterkursen eingeladen.
Er war Mitglied des Freixenet Symphony Orchestra unter der Leitung von Pablo González, Andrés Orozco-Estrada, Juanjo Mena und Péter Csaba sowie der Ensembles Vivaldi Estaciones und Puertos del Estado Händel. Außerdem spielte er im Dvorák-Quartett sowie in den Trios KPMG Schubert, Appassionato und Schola. Derzeit ist er Mitglied des Deloitte Mozart Trios.
Luis Aracama spielt ein Cello von Wojciech Topa aus dem Jahr 2005 (ehemals im Besitz von Monighetti).