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Mario Zeffiri
Tenor

Biografie

Mario Zeffiri gehört zu den führenden Vertretern des Belcanto-Repertoires und gastiert an den bedeutendsten europäischen Opernhäusern. Die Mailänder Scala sowie die Opernhäuser in Rom, Turin, Bologna, Florenz, Triest, Verona, Venedig und Neapel sind nur einige der italienischen Bühnen, an denen er aufgetreten ist. In Deutschland war Mario Zeffiri an Bühnen wie der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin, den Opernhäusern in Frankfurt, Köln, Essen, Düsseldorf und Leipzig sowie an der Hamburgischen Staatsoper und der Dresdner Semperoper zu erleben, in Frankreich an der Opéra de Paris, der Opéra Comique sowie an den Opernhäusern von Bordeaux, Nizza, Montpellier, Toulon und Avignon sowie in Belgien am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel und an der Opéra Royal de Wallonie in Lüttich. Hinzu kommen Auftritte in New York, Helsinki, Moskau, St. Petersburg, Tallinn, Barcelona, Santiago de Chile, Glasgow, Stockholm, Malta und Athen.

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Sein Opernrepertoire umfasst die zentralen Partien seines Fachs, darunter Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“, Belmonte in „Die Entführung aus dem Serail“, Ferrando in „Così fan tutte“, Tamino in „Die Zauberflöte“, Tito in „La clemenza di Tito“, des weiteren Argirio in Rossinis „Tancredi“, Arnold in „Guillaume Tell“, Ernesto in „Don Pasquale“, Fernando in Donizettis „La favorita“, Edgardo in „Lucia di Lammermoor“, Tonio in „La Fille du régiment“, Arturo in „I puritani“, Elvino in Bellinis „La sonnambula“, Il Duca di Mantova in Verdis „Rigoletto“, Alfredo in „La traviata“, Nadir in Bizets „Les pêcheurs de perles“, Gérald in „Lakmé“, Léopold in Halévys „La Juive“, die Titelpartie von Gounods „Faust“ und von Berlioz’ „La damnation de Faust“ sowie ein italienischer Sänger und Narraboth in Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ und „Salome“.

Ein ähnlich breit gefächertes Repertoire kann Mario Zeffiri im Lied- und Konzertbereich vorweisen: Dazu zählen sowohl das deutsche wie das französische Kunstlied als auch italienische, englische, spanische, griechische und tschechische Lieder, nebst einer grossen Anzahl an Konzertpartien wie Verdis und Mozarts „Requiem“, Beethovens „Missa solemnis“ und dessen Sinfonie Nr. 9, Rossinis „Stabat mater“, Berlioz’ „Lélio“ und Mahlers „Das Lied von der Erde“.

Mario Zeffiri gastierte bei renommierten Festivals und in bedeutenden Konzerthäusern wie dem Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, der Carnegie Hall, dem Chicago Symphony Center, dem Maggio Musicale Fiorentino, dem Odeon des Herodes Atticus, dem Ravenna Festival, im Alfredo Kraus Auditorium in Las Palmas, beim Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias, dem Palau de les Arts in Valencia und dem Athener Megaron.

Mario Zeffiri arbeitet mit bedeutenden Dirigenten wie Nello Santi, Roberto Abbado, Bertrand de Billy, Daniele Gatti, Gianluigi Gelmetti, Jesús López Cobos, René Jacobs, Helmuth Rilling, Stefan Soltész, Daniel Oren, Eve Queler, Alberto Zedda und Regisseuren wie Hugo de Ana, Dario Fo, Pier’Alli, Pier Luigi Pizzi und Luca Ronconi zusammen.

Eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit verbindet ihn mit Riccardo Muti. Unter ihm sang er den Tenor-Solopart in Verdis „Requiem“ in Ravenna, Parma, Las Palmas, Montpellier, Rom und Chicago. Ein besonderer Höhepunkt unter dessen Leitung waren die Konzerte und die Einspielung des „Requiems“ mit dem Chicago Symphony Orchestra, welche mit zwei „Grammy Awards“ („Best Classical Album“ und „Best Choral Performance 2010“) ausgezeichnet wurde. Mit demselben Orchester und Dirigenten nahm er auch Hector Berlioz' „Symphonie fantastique“ und „Lélio“ mit Gérard Depardieu als Sprecher auf.

Seine Soloalbum „Liebesgeschenke“ mit Liedern von Franz Liszt und Richard Strauss erschien 2013 beim Label Prestige Classics Vienna. Im April 2015 wurde dem Künstler der Ehrentitel „Europäischer Kammersänger“ verliehen und im März 2016 feierte er sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York in der Titelrolle von Donizettis „Roberto Devereux“. Seit Oktober 2016 ist er Professor für Gesang an der Hochschule für Musik in Detmold.

Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten waren Hector Berlioz' „Lélio“ in Valencia unter der Leitung von Roberto Abbado, Verdis „Requiem“ am Münchner Gasteig, Gioacchino Rossinis „Tancredi“ in Bremen, dessen „Stabat Mater“ im Wiener Musikverein, in Madrid und in Cuenca sowie Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ am Athener Megaron. In Antwerpen und Gent war er darüber hinaus als Solist in Verdis „Requiem“ unter der Leitung von Philippe Herreweghe zu erleben, in Helsinkis Musiikkitalo gestaltete er unter der Leitung von Aapo Häkkinen die Titelparte von Leopold Koželuchs selten gespielter Oper „Gustav Wasa“. Auch in der Spielzeit 2019/2020 war Mario Zeffiri in Helsinki zu erleben, diesmal in Berlioz‘ „Lélio“ mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Klaus Mäkelä.

Mario Zeffiri wurde in Athen geboren und studierte zunächst Jurisprudenz an der Universität seiner Heimatstadt. Als Stipendiat der Maria Callas Stiftung vervollständigte er seine Studien in Italien an der Accademia Teatro alla Scala sowie in Spanien bei Juan Oncina und in Berlin bei KS Peter Gougaloff.