Sharon Bezaly
Flöte

Biografie

Die Flötistin Sharon Bezaly gehört zu den führenden Interpretinnen ihres Instruments weltweit. Für sie wurden rund 20 Flötenkonzerte sowie zahlreiche Solo- und Kammermusikwerke komponiert, was ihr außergewöhnlich starkes Engagement für zeitgenössische Musik unterstreicht.

Bezaly wurde am 2. Oktober 1972 in Tel Aviv (Israel) geboren. Sie begann erst im Alter von 11 Jahren mit dem Flötenspiel, machte jedoch rasche Fortschritte und trat bereits mit 14 Jahren mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta auf. Sie spielte dem damaligen Superstar unter den Flötisten, Jean-Pierre Rampal, vor, der ihr empfahl, zur weiteren Ausbildung nach Frankreich zu gehen. Dort studierte sie bei Maurice Bourgue, Raymond Guiot, Alain Marion und Aurèle Nicolet, von dem sie auch die anspruchsvolle Technik der Zirkularatmung erlernte. Auf Einladung des Dirigenten Sándor Végh wurde sie Solo-Flötistin der Camerata Academica Salzburg. Nach Véghs Tod im Jahr 1997 entschied sie sich, eine Solokarriere zu beginnen. Für einige Zeit spielte sie zudem im Ensemble Kremerata Baltica des Geigers Gidon Kremer. Nachdem sie einen Vertrag mit dem Label BIS unterschrieben hatte, veröffentlichte sie 1998 ihr Debütalbum „The Israeli Connection“. Bezaly heiratete den BIS-Manager Robert von Bahr und ließ sich in Schweden nieder.

Ein bedeutender Karriereschritt war ihre Ernennung zur BBC Radio 3 New Generation Artist (2006–2008). Ebenso wichtig war ihr Engagement als erste Bläserin überhaupt als Artist-in-Residence beim Residentie Orkest in Den Haag. Sie trat mit vielen der führenden Orchester der Welt auf, darunter das Minnesota Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig sowie alle BBC-Orchester. Zudem konzertierte sie in renommierten Sälen wie der Wigmore Hall in London und der Carnegie Hall in New York, wo sie 2012 unter der Leitung des Komponisten die US-Premiere von José Serebriers Flötenkonzert spielte. In ihren Konzerten und Aufnahmen präsentiert Bezaly regelmäßig neu in Auftrag gegebene Werke, etwa von Sofia Gubaidulina, Kalevi Aho und Sally Beamish; insbesondere die Werke von Gubaidulina und Aho sind inzwischen fester Bestandteil des Flötenrepertoires geworden.

Bezaly hat ausschließlich für das Label BIS aufgenommen und bis Anfang der 2020er-Jahre rund 40 Alben veröffentlicht. Zeitgenössische Musik nimmt darin einen wichtigen Platz ein, ebenso originelle Programme wie „Across the Sea: Chinese-American Flute Concertos“ (2011). 2020 erschien ihre Aufnahme von Serebriers Flötenkonzert mit Tango als Teil einer Serebrier-Edition bei BIS.

Sharon Bezaly spielt eine Muramatsu-Flöte aus 24-karätigem Gold, gefertigt in Japan.

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