Lyana Ulikhanyan
Violoncello

Biografie

Lyana Ulikhanyan ist eine aufstrebende armenische Cellistin, deren künstlerische Persönlichkeit durch eine außergewöhnliche emotionale Ausdruckskraft, große musikalische Sensibilität und eine natürliche Verbundenheit mit ihrem Instrument geprägt ist. Ihre Interpretationen werden häufig als tief berührend und ausdrucksstark beschrieben – das Violoncello scheint dabei zu einer unmittelbaren Erweiterung ihrer eigenen Stimme zu werden. Geboren im Jahr 2010, begann Lyana bereits im Alter von vier Jahren mit dem Cellospiel. Von Anfang an war Musik ein zentraler Bestandteil ihres Lebens und prägte ihre künstlerische Entwicklung maßgeblich.
Derzeit studiert sie bei Professor Denis Severin, dessen künstlerische und pädagogische Begleitung einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung ihrer musikalischen Persönlichkeit und ihres individuellen Ausdrucks hat. Trotz ihres jungen Alters verfügt Lyana bereits über eine beachtliche internationale Konzerttätigkeit. Als Solistin trat sie unter anderem mit dem Ensemble Symphonique de Genève, der State Chamber Orchestra Sinfonietta Riga, dem Armenian State Symphony Orchestra sowie dem Athens Symphony Orchestra auf. Ihre Auftritte werden gleichermaßen für technische Brillanz und emotionale Authentizität geschätzt.
Lyana ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Im Jahr 2025 gewann sie den 1. Preis beim Davidov International Cello Competition sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Karl Davidov. Im Rahmen dieses Erfolgs spielte sie außerdem Davidovs zweites Cellokonzert mit dem Lettischen Staatsorchester. Bereits 2024 erhielt sie den 1. Preis beim International Cello Competition in Bratislava sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines slowakischen Werkes. Weitere bedeutende Erfolge sind der 1. Preis beim CellEst International Cello Competition in Bukarest (2024), der 1. Preis beim Wien International Music Competition (2024), der 1. Preis beim Geneva Junior Music Competition (2023) einschließlich des Sonderpreises der Association Jean-Daniel Balet sowie der 2. Preis beim David Geringas International Cello Competition in Klaipeda (2023).
Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen zahlreiche erste Preise bei internationalen Wettbewerben in Österreich, Italien, England und China, darunter der Amadeus International Music Competition, der BTHVN Wien International Music Competition, die Debut Concert Competition im Wiener Musikverein, die Maestro Vision Awards, die Montfort International Cello Competition, die Medici International Music Competition, die Napolinova World Cello Competition sowie die Gustav Mahler Cello Competition. Darüber hinaus erhielt sie Förderstipendien verschiedener internationaler Stiftungen und Kulturorganisationen.
Ein wichtiger Bestandteil ihrer musikalischen Entwicklung ist die Teilnahme an renommierten internationalen Akademien und Meisterkursen. Sie besuchte unter anderem die Kronberg International Cello Academy, die Rutesheim Cello Academy, die Blackmore International Music Academy, die Saline Royale Academy, die International Kalamata Music Days, die Accordi Musicali Academy in Italien sowie die Académie Internationale d’Été de Nice. Dort arbeitete sie mit bedeutenden Cellisten und Pädagogen wie Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt, Jean-Guihen Queyras, Marc Coppey, Danjulo Ishizaka, Marie-Elisabeth Hecker, Wen-Sinn Yang, Alexander Chaushian und David Geringas zusammen.
Im Jahr 2026 wurde Lyana als Gastrednerin und Künstlerin zu TEDx Yerevan eingeladen. Im selben Jahr unternahm sie eine Konzerttournee durch verschiedene Regionen Armeniens, um klassische Musik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und ihr kulturelles Engagement zu stärken. Außerdem nahm sie 2026 am Art Cello Festival in Georgien teil. Zu den kommenden Projekten gehören ihre Teilnahme an der Cello Biennale Amsterdam sowie die Rückkehr zur Kronberg International Cello Academy und zur Rutesheim Cello Academy.
Neben ihrer Konzerttätigkeit entwickelt Lyana eigene künstlerische Projekte. Im Jahr 2025 veröffentlichte sie das Musikvideo „Chem Krna“ für Violoncello solo, ein zeitgenössisches Werk des armenischen Komponisten Martin Ulikhanyan, das von armenischer Volksmusik inspiriert ist. Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Soloalbum sowie an neuen Produktionen im Rahmen des Projekts „Ulikhanyan Sisters“, mit dem sie neue Konzertformate und Repertoireerweiterungen für das Violoncello erforscht.
Ein besonderer Meilenstein ihrer bisherigen Laufbahn war die Übergabe eines Violoncellos des deutschen Geigenbauers Oliver Radke während der Rutesheim Cello Academy. Diese außergewöhnliche Auszeichnung wurde erstmals in der Geschichte der Akademie vergeben und stellt eine besondere Anerkennung ihres künstlerischen Potenzials dar.
Lyana Ulikhanyan gehört zu einer neuen Generation junger Musikerinnen, die höchste künstlerische Qualität mit einer klaren persönlichen Vision verbinden. Ihr Ziel ist es nicht nur, Musik auf höchstem Niveau zu interpretieren, sondern durch ihre Kunst nachhaltige musikalische Erlebnisse zu schaffen und die Entwicklung des Violoncellos als Soloinstrument aktiv mitzugestalten.
Lyana spielt heute auf einem Violoncello des deutschen Geigenbauers Oliver Radke. Dieses Instrument begleitet sie bei ihren internationalen Konzertauftritten und ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung.

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